30. Mai 2011

Nach Instant-Cappuchino und Tuetenkuchen ging es dann um 06.45  Uhr auf den Weg. Der Fuss ist schon etwas besser und laufen klappt auch besser.

Unterwegs habe ich mich in der Apotheke mit Voltaren versorgt und in einem Lebensmittelgeschaeft noch Obst gekauft und mein 2. Fruehstueck eingenommen. In Astorga hat mich Horst dann wieder entdeckt, der dort uebernachten wollte. Auf dem Weg nach Astorga bot sich mir eine wunderbare Landschaft – Wald, Lichtungen, farbenfrohe Blumen. Diese Farben, die sich bisher waehrend des gesamten Caminos zeigten, sind so wunderschoen intensiv, dass hier eine Farbmeditation sicher sehr wirksam waere. Deneben geniesst man eine ebenso angenehme Geraeuschkulisse von Kuckuck, anderen Voegeln, Froeschen, Specht, und anderem Getier – einfach sehr schoen. Eigentlich braeuchte ich mindestens doppelt so viel Zeit, um das alles voll und intensiv auszukosten –  die Natur, die Sehenswuerdigkeiten, etc. Als ich mich dann von Astorga in Richtung Ziel aufmachte, verdunkelte sich der Himmel und es fing an zu regnen. Gluecklicherweise war ich noch in Astorga und legte dann eine Kaffeepause ein, bis der Regen auf hoerte. Doch als ich dann wieder unterwegs war, ueberraschte es mich doch und ich musste mich Regenfest anziehen. Der Versuch meine Wanderschuhe anzuziehen missglueckte aufgrund von Fuss-Schmerzen und ich lief in Sandalen weiter.

Als ich dann in der Herberge ankam, fing es dann richtig stark an zu regnen. Die kleine Herberge war mit insgesamt 4 Pilgern angenehm leer. Ich war dann noch mit zweien der anderen Pilgerinnen (2 polnische Frauen) in einem der Lokale zu Abend essen. Die Nacht war ruhig. Alleine die Strassenlaterne, die durch ein Fenster auf mich schien, stoerte etwas. 

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