Nachts gab es wieder ein grosses Schnarchkonzert – aber hey…das ist der „Camino“ 🙂 . Ich wusste nicht, dass man soo laut schnarchen kann und dass es so viele Menschen gibt, die schnarchen – wow. Zu dem ganzen schien dann noch die ganze Nacht das Licht von einem Notausgangschild, was den ganzen Raum erhellte. Naja – um 05.00 Uhr klingelte der erste Handywecker und ich war dann gegen 06.20 Uhr auf dem Weg.
Die Strecke heute wirkte kuerzer, weil einige Orte dazwischen waren. In einem dieser Orte habe ich auf einer Parkbank gefruehstueckt, als gerade die beiden Italienerinnen um die Ecke kamen – das Gelaechter war wieder gross. Heute ging ich dann einen Ort weiter, als die Etappe im Pilgerfuehrer vorsah, da ich einfach die kleineren
Herbergen bevorzuge, weil diese doch einige gern genutzte „Extras“ wie zum Beispiel die Pilgermesse oder andere gemeinsame Aktivitaeten (Essen kochen, etc.) anbieten und eine ganz
andere Atmosphaere vorherrscht. Schaetzungsweise habe ich heute so um die 28Km hinter mich gebracht und gegen 13.00 Uhr mein Ziel – Tosantos – erreicht. Hier tun gerade sehr nette Hospitaleros ihren freiwilligen Dienst. Ein herzlicher Empfang, es wurde gemeinsam Essen zubereitet, gegessen und Gebete vorgelesen. Die beiden Italienerinnen waren auch hier vorbeigekommen, sind dann aber weiter zum naechsten Ort gezogen. Hatte heute mein erstes ausgiebiges Sonnenbad. Nach dem Essen haben wir dann noch eine kleine und sehr alte Bergkirche besichtigt.
