Morgens haben wir noch schnell gemeinsam gefruehstueckt, nachdem sich geklaert hatte, dass die Gasflasche 2 Drehventile besitzt (von denen wir aber nur eines fanden) und dann endlich Kaffee gekocht werden konnte. Es geht nichts ueber einen Kaffee am Morgen – besonders auf dem Camino ist mir das sehr wichtig geworden – es gibt irgendwie einen guten Start – bringt die Maschine auf Touren. Die Herberge war uebrigens voll und wir mussten daher wieder frueh los, um sicher einen Platz in der naechsten Unterkunft zu bekommen. Fuer gewoehnlich klingelt der erste Handzwecker o. ae. zwischen 05.00 und spaetesten 05.30 Uhr – und dann geht das Hennenrennen wieder los. Haengt natuerlich davon ab, ob und wann es Fruehstueck gibt und wann die Herbergstuer geoffnet wird.
Ich bin dann so
gegen 06.20 Uhr los und habe mich unterwegs noch mit einem typischen spanischen belegten Baguette (Bocadillo) versorgt und mein zweites Fruehstueck eingenommen. Nach 7 Stunden (davon waren 20 Minuten Pause) bin ich dann um 13.20 Uhr in Najera vor der Herberge angekommen. Die beiden Italienerinnen, mit denen ich die
letzten Tage immer wieder mal zusammengelaufen bin, hatte ich ja gestern Morgen verloren. Sie hatten es etwas eiliger, da ihre Tour kuerzer geplant ist. Als ich dann so auf meinem Bett lag, kam ploetzlich einer dieser Frauen vorbei und spontane Wiedersehensfreude machte sich lautstark breit. Ich lief dann noch
etwas durch die Stadt und wartete bis die Geschaefte endlich aufmachen wuerden (diese haben ja meistens mittags geschlossen), bis ich dann merkte, dass es Sonntags war. Naja – war dann wohl nichts. Ichwar dann in einem asiatischen Restaurant ein Pilgermenue essen.
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