19. Mai 2011

Nach dem Fruehstueck bin ich alleine los gelaufen – Ziel: Burgos.

Kurz vor dem Stadtrand bin ich neben einer Spanierin gelaufen, die mich noch nach meiner Nationalitaet fragte. Den Weg scheinen wir dann beide verloren zu haben und rasteten erstmal in der Stadt in unmittelbarer Naehe. Sie fragte dann Leute nach dem Weg zur Herberge und da sie wohl meine „Hilflosigkeit“ bemerkte, kam sie zu mir und versuchte mir den Weg zu erklaeren. Ich habe ihr dann spaeter Zeichen gegeben, dass ich ihr nachlaufen wolle und sie willigte ein. Zuerst gingen wir aber noch einen Kaffee trinken und versuchten uns irgerndwie zu verstaendigen. Dann machten wir uns auf den Weg die Herberge aufzusuchen, die wir dann auch fanden. Eigentlich wollte ich wieder in eine kirchliche Herberge, aber ich war dann auch mit der staedtischen (ca. 170 Betten) ganz in der Naehe der Kathetrale voll zufrieden. Unterwegs machte sie noch ein paar Fotos mit meinem Fotoapparat von mir, dabei sind uns wieder die beiden Italienerinnen begegnet, die dann wieder zum naechsten Ort gelaufen sind. Abends bin ich dann noch ins Internetcafe und als ich rauskam regnete es. In der Nacht gab es Schnarcher und einen Pilger der laut erzaehlte. Was konnte ich nicht verstehen, da es vermutlich in spanisch war.

Veröffentlicht unter 16. bis 22. Mai 2011 | 1 Kommentar

18. Mai 2011

Nach dem gemeinsamen Fruehstueck auf den Weg gemacht – Ziel: Ages. Die kleine Herberge, die ich suchte habe ich nicht gefunden und habe daher in einer anderen eingecheckt. Bin heute alleine gelaufen. Zum Ziel hin wurde es regnerisch.

Not macht erfinderisch….(siehe letztes Bild)

Veröffentlicht unter 16. bis 22. Mai 2011 | Schreib einen Kommentar

17. Mai 2011

Nachts gab es wieder ein grosses Schnarchkonzert – aber hey…das ist der „Camino“ 🙂 . Ich wusste nicht, dass man soo laut schnarchen kann und dass es so viele Menschen gibt, die schnarchen – wow. Zu dem ganzen schien dann noch die ganze Nacht das Licht von einem Notausgangschild, was den ganzen Raum erhellte. Naja – um 05.00 Uhr klingelte der erste Handywecker und ich war dann gegen 06.20 Uhr auf dem Weg.

Die Strecke heute wirkte kuerzer, weil einige Orte dazwischen waren. In einem dieser Orte habe ich auf einer Parkbank gefruehstueckt, als gerade die beiden Italienerinnen um die Ecke kamen – das Gelaechter war wieder gross. Heute ging ich dann einen Ort weiter, als die Etappe im Pilgerfuehrer vorsah, da ich einfach die kleineren Herbergen bevorzuge, weil diese doch einige gern genutzte „Extras“ wie zum Beispiel die Pilgermesse oder andere gemeinsame Aktivitaeten (Essen kochen, etc.) anbieten und eine ganz andere Atmosphaere vorherrscht. Schaetzungsweise habe ich heute so um die 28Km hinter mich gebracht und gegen 13.00 Uhr mein Ziel – Tosantos – erreicht. Hier tun gerade sehr nette Hospitaleros ihren freiwilligen Dienst. Ein herzlicher Empfang, es wurde gemeinsam Essen zubereitet, gegessen und Gebete vorgelesen. Die beiden Italienerinnen waren auch hier vorbeigekommen, sind dann aber weiter zum naechsten Ort gezogen. Hatte heute mein erstes ausgiebiges Sonnenbad. Nach dem Essen haben wir dann noch eine kleine und sehr alte Bergkirche besichtigt.

Veröffentlicht unter 16. bis 22. Mai 2011 | Schreib einen Kommentar

16. Mai 2011

Heute ging es wieder frueh los, Fuesse und Knie tun immer noch weh.

Ich habe dann vormittags schon eine ausgedehntere Pause gemacht und mich in die Sonne gelegt und etwas relaxt. Gegen 13.00 Uhr bin ich dann in der Alberge (Herberge) in Santo Domingo de la Calzada eingetroffen. Die italiensichen Frauen habe ich unterwegs auch wieder getroffen, diese sind noch einen Ort weiter gelaufen. Diesmal war es eine richtig grosse Herberge mit 200 Betten und Aufzug – fuer mich etwas zu unpersoenlich und machte einen Eindruck von „Massenabfertigung“. Eigentlich auf Spendenbasis, aber es wurde unverstaendlich zu verstehen gegeben, dass man eine Spende erwarte, wieviel sei jedem selbst ueberlassen- hmm, die mussten wohl wirklich schlechte Erfahrungen mit Pilgern gemacht haben. Bisher hatte ich in Herbergen, die auf Spendenbasis waren, beim Verlassen immer was in die entsprechende Box geworfen. Hier dachte ich, waere es auch so. Aber als ich meinen Rucksack aufs Zimmer bringen wollte, wurde ich wieder an die Spende erinnert und dass ich sie gleich geben sollte. Als ich dann so nach meinem Geld griff, wurde ich dann noch auf ein Schild aufmerksam gemacht auf dem „5,- EUR“ stand. Ein Mann wiederholte dann nochmal, dass die Hoehe aber freiwillig waere. Naja…kam mir alles etwas komisch vor, aber wie gesagt, anscheinend hatte man hier sehr schlechte Pilger-Erfahrungen gemacht.

Veröffentlicht unter 16. bis 22. Mai 2011 | Schreib einen Kommentar

15. Mai 2011

Morgens haben wir noch schnell gemeinsam gefruehstueckt, nachdem sich geklaert hatte, dass die Gasflasche 2 Drehventile besitzt (von denen wir aber nur eines fanden) und dann endlich Kaffee gekocht werden konnte. Es geht nichts ueber einen Kaffee am Morgen – besonders auf dem Camino ist mir das sehr wichtig geworden – es gibt irgendwie einen guten Start – bringt die Maschine auf Touren. Die Herberge war uebrigens voll und wir mussten daher wieder frueh los, um sicher einen Platz in der naechsten Unterkunft zu bekommen. Fuer gewoehnlich klingelt der erste Handzwecker o. ae. zwischen 05.00 und spaetesten 05.30 Uhr – und dann geht das Hennenrennen wieder los. Haengt natuerlich davon ab, ob und wann es Fruehstueck gibt und wann die Herbergstuer geoffnet wird. Ich bin dann so gegen 06.20 Uhr los und habe mich unterwegs noch mit einem typischen spanischen belegten Baguette (Bocadillo) versorgt und mein zweites Fruehstueck eingenommen. Nach 7 Stunden (davon waren 20 Minuten Pause) bin ich dann um 13.20 Uhr in Najera vor der Herberge angekommen. Die beiden Italienerinnen, mit denen ich die letzten Tage immer wieder mal zusammengelaufen bin, hatte ich ja gestern Morgen verloren. Sie hatten es etwas eiliger, da ihre Tour kuerzer geplant ist. Als ich dann so auf meinem Bett lag, kam ploetzlich einer dieser Frauen vorbei und spontane  Wiedersehensfreude machte sich lautstark breit. Ich lief dann noch etwas durch die Stadt und wartete bis die Geschaefte endlich aufmachen wuerden (diese haben ja meistens mittags geschlossen), bis ich dann merkte, dass es Sonntags war. Naja – war dann wohl nichts. Ichwar dann in einem asiatischen Restaurant ein Pilgermenue essen.

Veröffentlicht unter 9. bis 15. Mai 2011 | Schreib einen Kommentar

14. Mai 2011

Waehrend ich noch im Bett lag, hat es geregnet. Aber als ich dann gegen 07.00 Uhr aufbrach, hatte der Regen schon wieder aufgehoert. Meine Schulter tat immer noch ziemlich weh. Heute standen nur 20 KM in meiner Planung – daher war ich auch schon um 13.00 Uhr an der Herberge in Logrono angekommen, die jedoch erst um 16.30 Uhr oeffnete. Zumindest, hat mir ein Hospitalero geoeffnet, der mir anbot schon mal meinen Rucksack abzustellen – war schon viel wert. Ich bin dann bei windigem und kaltem Wetter etwas durch die Stadt gelaufen und habe noch das eine oder andere gekauft. Die heutige Herberge war wieder eine Kirchliche. Es wurde gemeinsam eines von Pilgern und Hospitaleros zubereitetes Mahl gegessen. Anschliessend sind wir ueber einen Verbindungsgang in die angeschlossene Kirche gegangen, die zu der Uhrzeit fuer die Oeffentlichkeit geschlossen war, und haben diese besichtigt und gemeinsam Gebete in underschiedlichen Sprachen vorgelesen und den Tag reflektieren lassen – ich fand es wieder toll – diese kurzen persoenlichen, individuellen „Pilgermessen“. In der Nacht gab es draussen Geschrei von Jugendlichen  und das Geschnarche blieb natuerlich auch nicht aus. Fuer den naechsten Tag habe ich wieder die 30KM Grenze zu knacken.

Veröffentlicht unter 9. bis 15. Mai 2011 | Schreib einen Kommentar

13. Mai 2011

Nach kurzem Fruehstueck ging es gegen 06.40 Uhr auf den Weg. Vormittags war es bewoelkt – also gerade schoen zum Laufen. Spaeter wurde es anstrengender und die Fuesse taten weh. In Villamajor habe ich dann kurz Pause gemacht und nochmal in Los Arcos und Sansol. Danach ging es geradewegs zum Ziel – dem Ort Torres del Rio, den ich nach ca. 30 KM gegen 15.00 Uhr erreichte. Durch „falsche“ Dehnuebungen hatte ich dann zu meinen Fussschmerzen auch noch Schulterschmerzen. Ich konnte den Arm nicht mehr als ueber 90 Grad hochheben. Das hat mich dazu veranlasst, das Medikament zu nehmen, mit dem wohl die meisten Pilger im Laufe des Caminos in Kontrakt treten/getreten sind – Schmerzmittel. Nehme ich eigentlich ungern – aber naja.

Veröffentlicht unter 9. bis 15. Mai 2011 | Schreib einen Kommentar